Technocell Dekor: Produkte brauchen komplette Lösungen

In kaum einem Branchensegment tut sich so viel wie im Bereich Dekordruck. Dies hat natürlich Auswirkungen auf den Träger: das Papier.
Die „möbelfertigung“ sprach mit Hans-Christoph Gallenkamp, Senior Vice
President Sales – Marketing & Technology, und Dr. Mathias Rump, Vice President – Sales & Technology von Technocell Dekor, über die Anforderungen an ein Unternehmen, das in höchster Konsequenz Komplettlösungen sowie schon heute Produkte für die Ansprüche von morgen anbietet.

möbelfertigung: Herr Gallenkamp, werfen wir einen kurzen Blick zurück auf das konjunkturell schwierige Jahr 2009: Wie sah die Entwicklung in diesem Zeitraum bei Technocell Dekor aus?
Hans-Christoph Gallenkamp: Es war eine digitale Entwicklung, also kein schleichender Prozess. Der Einbruch traf uns plötzlich im
vierten Quartal 2008. Bis Ende Oktober befand sich das Geschäft auf einem grundsolidem Niveau. Dann brach es im November ­dramatisch ein. Erst um 20, im Folgemonat sogar um 30 Prozent.

möbelfertigung: Wie haben Sie ­reagiert?
Hans-Christoph Gallenkamp: Uns wurde aufgrund der globalen
Rahmendaten schnell klar, dass wir uns auf mindestens sechs schlechte Monate einstellen mussten, wenn nicht sogar mehr. ­Deshalb drosselten wir die Kapazi­täten. In diesem Zusammenhang wurden die Arbeitszeitkonten unserer Mitarbeiter genutzt, um diese für bestimmte Zeiträume nach Hause schicken zu können. Das war die einzige Möglichkeit, schnell auf die starken Einbrüche zu reagieren. Gegen Ende März waren die Mitarbeiterkonten weitgehend aufgebraucht, sodass als nächstes Instrument Kurzarbeit eingeführt werden musste. Darüber hinaus haben wir zusammen mit dem
Betriebsrat beschlossen, das 13. Monatsgehalt zu halbieren.

möbelfertigung: Wann normalisierte sich die Situation wieder?
Hans-Christoph Gallenkamp: Ab dem dritten Quartal 2009, sodass unser Unternehmen die Mitarbeiter wieder voll beschäftigen kann. Auch verlängerten sich die Lieferzeiten von sechs auf mittlerweile wieder zwölf Wochen.
Dr. Mathias Rump: Wir haben in dieser Zeit auch unsere Lagerbestände reduziert und in Workshops unseren Vertrieb effizienter gemacht.
Hans-Christoph Gallenkamp: Der Bestand wurde halbiert, sodass wir statt für acht nur noch für vier Wochen Produkte vorhalten.

möbelfertigung: Wurden in letzter Zeit in der Papierindustrie Kapazitäten vom Markt genommen?
Hans-Christoph Gallenkamp: Ja. Die Industrie hat in den letzten zwei Jahren 120.000 Tonnen Kapazität aus dem Markt genommen. Dabei handelt es sich zum Teil um Überkapazitäten. Heute sind wir in meinen Augen auf ­einem gesunden Niveau, wenn es auch an der einen oder anderen Stelle zu längeren Lieferzeiten kommt.

Das vollständige Interview lesen Sie in der "möbelfertigung 3/2010"

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