Schattdecor: Visionäres Unternehmertum

möbelfertigung: Herr Schatt, warum sind Sie Unternehmer geworden?
Walter Schatt: Aus Verzweiflung. Weil ich meine Vorstellungen nicht verwirklichen konnte. Und weil ich eine Vision davon hatte, wie man mit Menschen umgeht. Ich wollte wissen, ob ich richtig liege.
möbelfertigung: Mit diesem Anspruch sind Sie Weltmarktführer geworden. Sie investieren auf allen Kontinenten, die Dekorbranche ist im Umbruch, die Krise hat wirtschaftlich voll eingeschlagen. Liegen Sie immer noch richtig?
Walter Schatt: Unsere Unternehmenskultur, auf die wir so großen Wert legen, hat sich 2009 erstmals unter radikal negativen Erscheinungen des Marktes bewährt. Das habe ich immer gehofft, ich war mir auch ziemlich sicher – aber jetzt weiß ich, dass wir damit richtig liegen.
möbelfertigung: Was hat zu diesem Erfolg geführt? Was ist Ihr unternehmerischer Ansatz? Was macht die Unternehmenskultur von Schattdecor aus?
Walter Schatt: Die Menschen. Die stehen bei uns nicht ,im Mittelpunkt’ wie bei vielen, sondern wir gehen gern mit Menschen um. Und unser Erfolg hat zu tun mit Respekt, Vertrauen und Treue. Die bekommt man zurück, wenn man Vertrauen gibt.
möbelfertigung: Wie trägt man diese Vision in die Welt?
Walter Schatt: Durch Nachhaltigkeit und Vorbild sein. Wenn man in ein Land kommt und den Menschen mit Respekt gegenüber tritt, hat man die Chance, dass man sie für sich gewinnt. Wenn Unternehmer hören, ,Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen eingehen’, dann werden sie unsicher. Langsam, sage ich dann, bei uns funktioniert es.
Der Respekt vor unseren chinesischen Partnern ist die Basis, dass es so gut funktioniert. Unsere
chinesischen Mitarbeiter werden jeden Tag besser.
Wenn ich sehe, dass sich die Unternehmenskultur, die wir in Thansau haben, durch die ge-samte internationale Gruppe zieht, dann haben sich die letzten 25 Jahre Unternehmertätigkeit gelohnt.
Das vollständige Interview lesen Sie in der "möbelfertigung 2/2010".
