VDMA: Die Folgen kommen erst 2010

Bei dem Gedanken an die Boomjahre 2007 und 2008 wird inzwischen so manch einer wehmütig – den Sektor Holzbearbeitungsmaschinen hat die Finanzkrise voll getroffen, Umsatzrückgänge um 40 Prozent sind keine Seltenheit. Die Redaktion der „möbelfertigung“ unterhielt sich mit Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer für den Bereich Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA, über die aktuelle Situation der Mitglieder, die Folgen der Finanzkrise und die Erwartungen für 2010.

möbelfertigung: Herr Dr. Dirr, das Jahr 2009 war für Ihre Mitglieder aus dem Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA ein sehr schwieriges. Wie ist die aktuelle Situation?
Dr. Bernhard Dirr: Für 2009 liegen uns die Dezember-Zahlen noch nicht vor. Wir werden aber mit unserem Umsatzrückgang ziemlich sicher im prognostizierten Korridor von Minus 35 bis Minus 45 Prozent landen.
Auch wenn wir die Talsohle mittlerweile durchschritten haben, befindet sich die Branchenkonjunktur weiterhin auf ganz niedrigem Niveau. In den letzten vier Quartalen haben wir jeweils eine kleine Besserung im Auftragseingang im Vergleich zum Vorquar-tal gesehen. Das Schlimmste liegt wohl tatsächlich hinter uns. Aber von einer nachhaltigen Erholung würde ich da noch nicht sprechen. Viele Unternehmen werden die Folgen der Krise auch 2010 mit voller Härte spüren.
Man muss sich ja vor Augen führen, dass viele Unternehmen bei einem Umsatzrückgang von 40 oder 50 Prozent bisher nur in geringem Maße Mitarbeiter entlassen haben. Sie leben also personell über ihre Verhältnisse. Hier wissen wir noch nicht, wie lange das durchzuhalten ist und inwieweit noch harte Einschnitte folgen werden.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".



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