Swedspan: Will Branchenprimus in Sachen Leichtbau werden

möbelfertigung: Herr Schwarz, was hat Sie persönlich gereizt, sich nach Ihren Aktivitäten bei Glunz/Sonae bei Swedspan zu engagieren?
Christian Gunther Schwarz: An meiner neuen Aufgabe reizen mich vor allem zwei Aspekte. Zum einen die Verantwortung für den Aufbau eines neuen Unternehmens in der Holzwerkstoffbranche, das uns als Start-up die Möglichkeit bietet, vieles von Anfang an anders machen zu können. Zum anderen fasziniert mich der klare Fokus auf die Entwicklung und Produktion technologisch führender Produkte, die gleichzeitig auch in ihrer Preisstellung extrem wettbewerbsfähig sind.
möbelfertigung: In welcher Hinsicht unterscheidet sich Swedspan von anderen Holzwerkstoff-Herstellern und wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit aus?
Christian Gunther Schwarz: Swedspan wurde erst 2008 gegründet. Wir können deshalb die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Kunden in der Möbelfertigung sehr viel besser bedienen. So gibt es beispielsweise mehr Einzelhaushalte und die Menschen ziehen öfter um. Demzufolge steigt die Nachfrage nach leichten und günstigen aber dennoch qualitativ guten Möbeln, die einfach zu transportieren sind und nebenbei noch durch den reduzierten Rohstoffbedarf die Umwelt schonen. Diese Entwicklung wird Swedspan unterstützen indem wir leichte Plattenwerkstoffe entwickeln, die eine wettbewerbsfähige Preisstellung
ermöglichen; zudem werden unsere Produkte sogenannte Low-Emission-Eigenschaften und optimierte Oberflächeneigenschaften aufweisen.
Um dies zu erreichen, sind wir ständig auf der Suche nach neuen qualifizierten Mitarbeitern, welche wir in unser Team aufnehmen können. Unser junges Management auf die Herausforderungen der Holzwerkstoffindustrie vorzubereiten, ist eine der spannendsten Aspekte bei der Arbeit in einem Start-up Unternehmen wie Swedspan.
möbelfertigung: Inzwischen ist Swedspan Polska gegründet worden. Was spricht für den polnischen Standort?
Christian Gunther Schwarz: Unser polnischer Standort überzeugt durch seine Nähe zu den Abnehmern. Wir werden dort ultradünne HDF-Platten produzieren, die die Basis für Leichtbauplatten darstellen – und zwar für solche, die kontinuierlich hergestellt werden. Wir sind optimistisch, bis 2010 einTeam zu haben, mit dem wir unsere ehrgeizigen Ziele erreichen werden. Der Produktionsstart ist für das darauffolgende Jahr avisiert.
möbelfertigung: Es wurden Swedwood-Produktionen in Swedspan integriert, zudem auch Akquisitionen angekündigt. Was muss ein Werk aufweisen, damit es für Swedspan interessant sein könnte?
Christian Gunther Schwarz: Grundsätzlich konzentrieren wir uns mit unseren Aktivitäten auf Märkte, in denen wir das Wachstum der Möbellieferanten in Europa durch unsere technologisch und preislich führenden Produkte unterstützen können. Wenn wir in ein bestehendes Werk investieren, dann nur, wenn die betriebswirtschaftliche Perspektive und die technische Ausstattung passen. Die Akquisition des Spanplattenwerks von Giriu Bizonas in Litauen zeigt beispielhaft, dass wir bei unseren Produktionsstätten viel Wert auf die technologische Ausstattung legen. Giriu Bizonas verfügt über moderne Produktionsanlagen. Die Produktionskosten bewegen sich auf einem äußerst wettbewerbsfähigen Niveau und nahezu alle unsere Abnehmer befinden sich in Litauen.
möbelfertigung: Wie wirkt sich die Finanzkrise auf die Aktivitäten von Swedspan aus?
Christian Gunther Schwarz: Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind für jedes Unternehmen spürbar, für manche mehr und für manche weniger. Wir haben das Glück, zum IKEA Lieferantenkreis zu gehören. Wir haben damit einen starken Partner, der uns auch in turbulenten Zeiten zur Seite steht und einen relativ konstanten Absatz unserer Produktion ermöglicht.
Was unsere Investmentpläne angeht, lassen wir uns auch von der Krise nicht aufhalten. Swedspan verfolgt eine langfristig orientierte Investitionspolitik.
Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen "möbelfertigung 4".
