Digitaldruck: Wie die Maschinenproduzenten eine Technik pushen

So vielfältig die Ausführung ist, so unterschiedlich war auch der Auslöser, um sich mit dem Digitaldruck zu befassen. Fakt ist, dass die Maschinenhersteller aus dem Bereich der Holzbe- und Verarbeitung diese Technologie als neue Möglichkeit begriffen haben und mit entsprechender Intensität darauf ein- gestiegen sind. Allein auf der Ligna in Hannover ließen sich sechs verschiedene Ansätze erleben, bei denen der Digitaldruck in Serienproduktionen Einzug hält.
Bürkle, der Pionier auf diesem Gebiet, der bereits eine sehr leistungsfähige Anlage bei Kaindl in Salzburg installiert hat, machte den ersten Schritt mit der Entwicklung und Markteinführung seiner „Druma“-Druckmaschinen-Serie im Jahr 2000, die alt bekannte Tiefdrucktechnik neu interpretierte und damit die Basis für eine weite Verbreitung dieser Technik in der Möbel-, Platten- und Fußbodenindustrie legte. Tobias Schreck, Produktmanager Lackiertechnologie des Freudenstadter Unternehmens erklärt: „Seit 2003 haben wir die Entwicklungen der Digitaldrucktechnik in anderen Industriezweigen beobachtet, um zu analysieren, wann ein Know-how-Transfer in die Holz- und holzwerkstoffverarbeitende Industrie stattfinden kann. 2005 waren wir uns zum einen sicher, dass ein Stand der Drucktechnik erreicht war, der die Anwendung in der Möbel- und Fußbodenindustrie erlaubte, zum anderen waren wir uns sicher, dass die Direktbeschichtung in Zukunft durch die Digitalisierung so massiv verändert würde, wie dies z.B. in der Fotografie längst geschehen war.“
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