Dieter Krichel im Interview – Süddekor Art: Keine Angst vor direkt und digital

Dieter Krichel ist eine Institution auf dem Dekormarkt. Im Interview mit „möbelfertigung“ spricht der Geschäftsführer von Süddekor Art über Dekorentwicklung, Digital- und Direktdruck sowie ­darüber, warum Süddekor Art gerade jetzt in einen Kupferlaser investiert und was sich das Unternehmen von der Technologie erhofft.

möbelfertigung: Herr Krichel, was sind die Stärken von Süddekor Art?
Dieter Krichel: Unsere Vielseitigkeit. Darauf haben wir das Unternehmen von Anfang an ausgerichtet. Nicht nur Süddekor ist Kunde bei uns, ­sondern 40 Prozent unseres Auftragsvolumens beziehen wir extern. Das impliziert, dass wir immer den „Blick nach draußen“ behalten, weil wir uns nicht ausschließlich mit den Bedürfnissen von Süddekor beschäftigen.
Ein weiterer Pluspunkt ist unsere Geschwindigkeit. Mit der eigenen Gravur sind wir in der Lage, unheimlich schnell auf Marktbedürfnisse zu reagieren.
Darüber hinaus kommt Süddekor Art in ganz entscheidendem
Maße die jahrelange Erfahrung der Mitarbeiter zugute. Dies spiegelt
sich auch in unserer Ausbildungsphilosophie wider. Dass wir Erfahrung kontinuierlich an junge Mitarbeiter weitergeben und mit dem Unternehmen langfristig denken, ist ein Teil der Erfolgsgeschichte.
Prinzipiell lassen wir uns jedoch qualitativ vom Markt beurteilen. Das ist unser Gradmesser – und die Resonanz ist äußerst positiv. Süddekor Art ist sehr gut aufgestellt.

möbelfertigung: Treten Kunden bei der Dekorentwicklung mit konkreten Wünschen an Sie heran oder gehen Sie kreativ in Vorleistung?
Dieter Krichel: Mit Süddekor finden regelmäßig Dekormeetings statt. Dort werden Marktsituationen und Informationen, unter anderem aus dem
Verkauf, diskutiert. Dementsprechend versuchen wir natürlich Wünsche zu erfüllen, können aber auch aus unserem reichhaltigen Fundus schöpfen. Wir sind in diesem Punkt unheimlich flexibel, können schnell reagieren.
Grundsätzlich ist es schön, wenn auch externe Kunden von Anfang an in die Dekorentwicklung mit ihren Ideen eingebunden sind. Denn dann ist eine ganz andere Identifizierung der Süddekor-Kunden mit den Dekoren vorhanden und wir können punkt- und zielgenau entwickeln.
Durch die Vielfalt am Markt stellen wir andererseits auch immer ­wieder fest, dass Kunden gerne zu uns kommen, sich informieren, ­beraten lassen und sich dann aus unserem Fundus bedienen.

möbelfertigung: Wie hat sich das Verhältnis von freier Kollektion und auftragsbezogener Entwicklung verschoben?
Dieter Krichel: Beispiel Laminatfußboden: Vor zehn Jahren haben wir für die freie Kollektion etwa 70 Prozent der Dekore entwickelt und sie dann am Markt vorgestellt. Heute werden 70 Prozent der Dekore in
direkter Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt, also mehr oder weniger exklusiv.
Die Unternehmen im Laminatfußboden-Markt haben erkannt, dass klare Kollektionsabgrenzungen zum Wettbewerb ein Vorteil sind. Und, dass man im Prozess des exklusiven Entwickelns mit uns die Möglichkeit hat, Impulse mitzugeben aber auch Argumentationsgerüste ­mitnehmen kann. Dies wird dankbar angenommen.

möbelfertigung: Wenn Sie in Vorleistung gehen: Woher ziehen Sie die größte Inspiration?
Dieter Krichel: In erster Linie aus der Natur. Messen haben weniger Bedeutung, weil es nicht zu unserem Anspruch passt, Bestehendem nachzueifern. Wir betreiben eigene Entwicklungen und wollen dem Markt damit Impulse geben. Das hat sich bewährt.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen "möbelfertigung 3".

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