Blick in die Glaskugel: Innovationen und Werte zählen

Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise scheinen sich die negativen Prognosen stetig überbieten zu wollen. „Was prägt die Branche 2009?“ fragte „möbelfertigung“ und stellte fest, dass die Aussichten bei Weitem nicht so trübe sind, wie man angesichts veröffentlichter Vorhersagen erwarten muss. Gefragt sind belastbare Strategien und eine klare Ausrichtung.

>Hubert Schwarz, Blum, Geschäftsführer Deutschland
Natürlich haben sich auch für unsere Branche die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit verändert. Die Abflachung in den von der Immobilienkrise am meisten betroffenen Märkten USA, U.K. und Spanien hat nun durch das Auftreten der weltweiten Finanzkrise weitere Märkte erfasst und somit zu einem signifikanten und in dieser Geschwindigkeit überraschenden Auftragsrückgang geführt. Entsprechend den allgemeinen, sich teilweise widersprechenden Wirtschaftsprognosen ist eine fundierte Vorhersage über die Entwicklung für das Jahr 2009 nicht möglich.

>Hans-Joachim Bender, Bürkle, Geschäftsführender Gesellschafter
Es ist momentan unmöglich, eine einigermaßen verlässliche Prognose für 2009 abzugeben. Durch die Immobilien- und weltweite Finanzkrise ist die Menschheit über ihre Zukunft derart verunsichert, dass Investitionen die nicht unbedingt erforderlich sind, verschoben werden und viele mittel- oder langfristige Leasing- oder Kreditengagements meiden. Wie lange diese Unsicherheit anhalten wird und damit der ­Investitionsstau, ist ebenfalls ungewiss. In unserer globalen Wirtschaft gibt es zu viele mögliche voneinander abhängige Szenarien, sodass keiner sagen kann, in welche Richtung wir uns bewegen werden.

>Dr. Andreas Hettich, Hettich Gruppe, Geschäftsführender Gesellschafter
Für das Jahr 2009 gelten völlig neue Rahmenbedingungen. Dabei verfehlen die sich überbietenden negativen Prognosen nicht ihre
Wirkung. Andererseits eröffnen sinkende Inflation und steigende Reallöhne neue Chancen: Investi tionen in langlebige Wirtschaftsgüter wie Möbel

>Michael Wolff, Pleiderer AG, Vorsitzender der
Geschäftsführung des Business Centers Westeuropa
Die Aussichten für 2009 sind verhalten – Stichwort Finanz- und Wirtschaftskrise. Welche Auswirkungen diese noch haben wird, ist fraglich. Zwar wird der Druck, unter dem die Branche insgesamt steht, zweifellos noch steigen, dennoch muss man den Markt differenziert betrachten.
Wir gehen davon aus, dass sich etwa die Segmente Büromöbel und Innenausbau auch in 2009 stabil verhalten werden. Dasselbe gilt für
die Küchenmöbelindustrie, die durch ihre Exportaktivitäten nach wie
vor recht erfolgreich ist.

>Ralf Griesche, Siempelkamp, Marketing & Communications
Die Maschinenbaubranche und im Speziellen die Maschinen für die Herstellung von Holzwerkstoffen sind sehr exportorientiert. Da die Finanzkrise und in deren Gefolge die Krise der Realwirtschaft aber zum ersten Mal in der Geschichte eine globale Angelegenheit ist, wird es in 2009 kein „trockenes Plätzchen“ mehr für die Maschinenbauer geben.

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