Weinig: Besinnung auf traditionelle Werte

Kaum war der Wechsel im Vorstand der Michael Weinig AG bekannt gegeben, schon musste sich der neue Vorsitzende Walter Fahrenschon mit einer völlig veränderten Weltwirtschaftslage auseinandersetzen. Die „möbelfertigung“ sprach mit dem 46-Jährigen über sein neues Amt, die aktuellen ­Herausforderungen des Weltmarktes und die Zukunft des Maschinenherstellers im Massivholzmöbelbereich.

möbelfertigung: Herr Fahrenschon, Sie sind jetzt seit fünf Monaten im Amt. Was für eine Situation haben Sie im Unternehmen vorgefunden?
Walter Fahrenschon: Die ersten Monate an der Spitze der Weinig Group waren für mich eine spannende Zeit. Wenn Sie die Führung eines solchen Unternehmens übernehmen, haben Sie eine Vielzahl von Eindrücken zu bewältigen und erstmal herauszufinden, wie das Unternehmen genau tickt. Besonders aufgefallen ist mir die hohe Motivation und Einsatzbereitschaft vieler Mitarbeiter der Weinig Group, aber auch die Innovationskraft der Gruppe, sowohl in den Abläufen als auch in den Produkten.
Ich denke, dass dies alles eine gute Basis für meine Position als Vorstandsvorsitzender ist und der Unternehmensgruppe die nötige Kraft für die sicherlich anspruchsvollen nächsten Jahre gibt.
möbelfertigung: Vertreten Sie andere Standpunkte als Ihr Vorgänger, Herr Rainer Hundsdörfer?
Walter Fahrenschon: Herr Hundsdörfer und ich haben bis zu dem Wechsel Anfang Juni sehr gut zusammengearbeitet. In der Zeit meines Vorgängers wurden viele dringend notwendige Veränderungen eingeleitet, die mir die Arbeit heute insgesamt leichter gestalten. Außerdem sind maßgebliche Innovationen auf den Markt gekommen bzw. wurden weiter verbreitet – man denke nur an den „Con­turex“ und das Schnellrüstsystem „Powerlock“. Selbstverständlich komme ich heute in bestimmten Punkten zu anderen Schlussfol­gerungen als Herr Hundsdörfer. Allerdings sind das oft nur Detailfragen beziehungsweise Dinge, bei denen es neue, nicht vorhersehbare Entwicklungen gab.
Den Fokus der Weinig Group sehen wir im Bereich der Bearbeitung von stabförmigem Massivholz. In diesem Geschäftsfeld wollen wir die unbestrittene Nummer 1 sein und nehmen gerne die aktuellen Herausforderungen an. Die unter Herrn Hundsdörfer angestoßene Zielgruppenansprache nach Handwerk, Hausbau, Fenster, Fuß­bö­den, Massivholzmöbel und Profilware wird die Weinig Group weiter verfolgen.

möbelfertigung: Welche neuen Ideen und Strategien möchten Sie ­gerne mit dem Vorstand künftig ­verwirklichen?
Walter Fahrenschon: Wie Sie sicher auf unserer Hausmesse beobachtet haben, setzen wir unseren Fokus eindeutig auf die komplette Prozesskette Massivholzbearbeitung. In diesem Marktsegment sind wir ständig bemüht, unsere Produkte zu verbessern. Fokus der Entwicklungen hier sind vor allem größere Produktivität, mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit der Maschinen sowie die weitere Erhöhung der Qualität.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen "möbelfertigung".

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