Hettich: Wer hohe Erträge will, braucht Innovationen

Internationale Finanzkrise, stagnierende bis einbrechende Märkte in Westeuropa, wachsende aber hart umkämpfte in Osteuropa und Fernost: Die Herausforderungen an ein global agierendes Unternehmen wie Hettich nehmen zu. Doch wie begegnet der Systemspezialist den Szenarien? Wo tun sich eventuell weitere Absatzkanäle auf? Welche Rolle spielen neue Produktfelder, wie zum Beispiel der Bereich Leichtbau? Diesen Fragen ging die "möbelfertigung" im Gespräch mit der Hettich-Geschäftsführung in Kirchlengern nach.

möbelfertigung: In Westeuropa stehen die Markt-Signale auf Stagnation, in Osteuropa und Asien weiterhin auf Wachstum. Verschieben sich vor diesem Hintergrund für ein international agierendes Unternehmen wie Hettich die Märkte in Bezug auf ihre Bedeutung?
Dr. Andreas Hettich: Allgemein betrachtet spielen Aspekte wie Bevölkerungswachstum und Einkommensverteilung die entscheidenden Rollen. Westeuropa und Japan stagnieren bezüglich ersterem, während es bei der Einkommensentwicklung nach wie vor eine leichte Steigerung gibt. Insofern sind hier keine oder nur geringe Impulse seitens des Wohnungsbaus zu erwarten.
Die große Herausforderung und gleichzeitig mögliches Absatz-Potenzial stellt die älter werdende Bevölkerung dar. Die entscheidende Frage: Wie lässt sich diese Konsumentengruppe besser ansprechen? Sie verfügt zwar über große Kaufkraft, setzt diese jedoch eher zurückhaltend ein. Die besondere Aufgabe für Hettich: Durch Produkte mit Funktion und ergonomischen Vorteilen Kaufanreize zu schaffen.

möbelfertigung: Gelten die angesprochenen Aspekte auch für die USA?
Dr. Andreas Hettich: In den USA wächst die Bevölkerung nach wie vor, allerdings ist das Qualitäts- und Anspruchsniveau in Bezug auf Möbel deutlich geringer. Diesbezüglich bleibt Westeuropa der Schwerpunkt für Hettich.

möbelfertigung: Wie entwickeln sich Osteuropa, Russland und Asien?
Dr. Andreas Hettich: In Osteuropa und Russland existiert noch das Bedürfnis, ein bestimmtes Lebens- und Wohnniveau zu erreichen, weshalb diese Märkte nach wie vor stark wachsen. Zudem sind einige Währungen, wie zum Beispiel die tschechische Krone oder der polnische Zloty, inzwischen sehr stark, was sich auch im Einkommensniveau widerspiegelt.
Auch in Asien spürt man ein Einkommenswachstum. Zudem finden wir dort ein wachsendes Interesse nach europäischen bzw. europäisch geprägten Möbeln vor.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen "möbelfertigung".

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