Rosario Messina: Große Gegensätze

möbelfertigung: Herr Messina, wie schätzen Sie das Jahr 2008 für die italienische Möbelindustrie ein?
Rosario Messina: Durch die Ereignisse auf den internationalen Märkten sind am Horizont immer noch Zeichen der Unsicherheit zu sehen: Der Anstieg der Rohstoffpreise, insbesondere die steigenden Energiekosten, die Sub-Prime-Krise und die instabile Lage auf den internationalen Finanzmärkten beeinflussen das wirtschaftliche Klima entscheidend.
Derzeit sind gegensätzliche Signale zu spüren: 2007 wurde mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen, das sogar unsere Erwartungen überstieg. Die Wachstumsrate lag nicht nur über der des Vorjahres, sondern umfasste zudem sämtliche Geschäftsfelder. Die vorläufigen Zahlen von Centro Studi Cosmit/Federlegno-Arredo bestätigen diesen Trend: Der Umsatz konnte im Jahr 2007 um 4,5 Prozent auf nahezu 40 Milliarden Euro erhöht werden und übertraf damit das bereits positive Resultat von 2006 (plus drei Prozent). Die Steigerung wurde zum einen durch ein deutliches Plus im Inlandsgeschäft (plus vier Prozent, auf fast 33,5 Milliarden Euro) zum anderen durch ein erhebliches Wachstum bei den Exporten (plus 8,4 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro) erzielt. Insgesamt exportiert die Branche somit etwa ein Drittel der eigenen Produktion (34,5 Prozent).
Allerdings war in den letzten Monaten des Jahres, mit nur wenigen Ausnahmen, in den Märkten und Geschäftsbereichen eine Verlangsamung des Wachstums zu spüren. Auch im Jahr 2008 fehlt es nicht an Gegensätzen: Die ersten beiden Monate waren von Vorsicht geprägt, aber im Umfeld der Messen ist ein großes Interesse spürbar gewesen, das weit von den Zeichen der Krise entfernt ist, die auf den internationalen Märkten lastet.

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