Blum: Keine Angst vor Volt & Ampere

Die Systemanbieter werten seit Jahren die Küche mit immer anspruchsvolleren Produkten auf. Sie funktionieren bislang – bis auf wenige Ausnahmen – rein mechanisch. Inzwischen öffnen sich Schubkästen jedoch zunehmend elektrisch. Dies sorgt zum einen für Begeisterung, ruft aber auch Fragen bei Möbelherstellern und -händlern hervor. Darüber sowie eventuelle Probleme sprach die möbelfertigung mit Blum-Deutschland-Geschäftsführer Hubert Schwarz und thematisierte außerdem die immer größer werdenden Heraus-
forderungen in Sachen Logistik.

möbelfertigung: Die Systemspezialisten bieten zunehmend Produkte zur Elektrifizierung der Küche an und leiten damit
eine „elektrische Ära“ ein?
Wie waren die Reaktionen als
Blum seine Öffnungsunterstützung prä­sentierte?
Hubert Schwarz: Bei der Vorstellung des Produkts in Form einer Studie im Jahr 2005 waren die Reaktionen extrem positiv. Wir hatte das Gefühl, dass jeder so ein System haben möchte, dies am liebsten sofort und natürlich zertifiziert für alle Länder.

möbelfertigung: Wie ging es weiter?
Hubert Schwarz: 2007 stellte Blum „Servo-Drive“ im Rahmen der Interzum als verkaufsfähiges Produkt vor. Dann ging es – wie geplant – mit kleinen Stückzahlen los. Schließlich ist es kein System, von dem wir erwarten, dass es zum Standard wird. Unser Ziel war ein deutlich höherer Öffnungskomfort bzw. die perfekte Bewegung für die grifflose Küche.
Allerdings nicht nur für diese, denn „Servo-Drive“ ist eine Öffnungsunterstützung, die sowohl auf Druck als auch auf Ziehen reagiert. Es sollte ein „Haben-Wollen“ für das gehobene Küchensegment – ungefähr ab 10.000 Euro Endverbraucherpreis – geschaffen werden und somit ein Zusatznutzen, den es in einer Standardküche nicht gibt.

möbelfertigung: Wann startete Blum mit dem Verkauf des
Systems?
Hubert Schwarz: In Deutschland haben wir im Herbst 2007 begonnen. Dabei spielten die Zertifizierungen der verschiedenen Länder – also der Absatzmärkte unserer Kunden in der Küchenmöbelbranche – eine entscheidende Rolle. Was einige Monate gedauert hat.
Und leider auch in den Ländern, die für unsere Kunden in Bezug auf ein solches System besonders wichtig sind.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "möbelfertigung".