Rumänien: Direktinvestitionen lohnen sich

Von Kopf bis Fuss auf Marktmachen eingestellt: Rumänien verzeichnete in den ersten zwei Monaten 2008 ausländische Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Die Behörden prognostizieren für 2008 rund 7 Milliarden Euro Direktinvestitionen. Nokia, Daimler und Volkswagen haben schon Werke angemeldet und auch für die Möbelindustrie wird das junge EU-Mitglied immer interessanter.

Rumänien steckt als junges EU-Mitglied (01.01.2007) zwar noch in den Kinderschuhen, will aber schnell wachsen: so verzeichnete allein der Bausektor Rumäniens im ersten Quartal im Verhältnis zum Vorjahr einen Zuwachs von 32,2 Prozent und legt damit die zweithöchste Wachstumsrate in der Europäischen Union vor, teilte das europäische Statistikbüro Eurostat mit. Der EU-Durchschnitt lag bei +2,8 Prozent.
Zu den Sparten, die auf mittlere Sicht überdurchschnittlich gute Wachstumsperspektiven haben und die offenkundig auch Investitionen tätigen werden, gehören: Nahrungsmittel und Getränke, Holz- und Holzverarbeitung, Zellstoff und Papier, Kunststoff- und Gummiprodukte, Baustoffe, Nachrichtentechnik, Kfz und andere Transportmittel sowie Möbel. Was die
aktuellsten Zahlen aus der Möbelindustrie deutlich belegen: Im Jahr 2007 stiegen die rumänischen Exporte von Möbeln um 14 Prozent auf insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Wovon 90 Prozent in die EU gingen. Auf Platz eins rangiert Frankreich mit einem Plus von 14 Prozent auf 210 Millionen Euro, gefolgt von Deutschland mit 38 Prozent Plus und 199 Millionen Euro. Drittstärkstes Möbelexportland ist Italien mit 132 Millionen Euro und einem Minus von drei Prozent. Interessantestes Sortiment sind eindeutig Sitzmöbel. Hier stiegen die Exporte um 79 Prozent auf 442,5 Millionen Euro. Allein die Ausfuhren nach Deutschland katapultierten sich von 23,5 auf 93,5 Millionen Euro hoch.

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