IgeL: Gebündeltes Wissen aus Industrie und Forschung

Mitte Februar wurde mit der Gründung der Interessengemeinschaft Leichtbau, kurz IgeL, ein neues Kapitel in der Geschichte dieser Zukunftstechnologie aufgeschlagen. Nachdem sich der Verein auf der ZOW erfolgreich präsentierte, sprach die „möbelfertigung“ mit dem Vorsitzenden, Dipl.-Ing. Martin Stosch, über Reaktionen aus der Branche zur Vereinsgründung sowie Zukunftsperspektiven und mögliche Akzeptanzprobleme von Leichtbau-Produkten beim Endverbraucher.
möbelfertigung: Herr Stosch, die Auflösung des Lightweight Networks soll maßgeblich der Unzufriedenheit von Egger geschuldet sein. Was ist dran an diesem Branchengerücht?
Martin Stosch: Dies ist nur ein Gerücht. Gewissheit können Ihnen die drei beteiligten Partner geben. In der Gründungsphase wurde den Initiatoren des Vereins IgeL die Übertragung der Markenrechte von den drei Firmen angeboten. Dieses Angebot haben wir gerne angenommen.
Die juristischen Schritte zur Übertragung der Markenrechte
werden derzeit vollzogen.
möbelfertigung: Ist Egger jetzt bei IgeL mit im Boot?
Martin Stosch: Ja, Egger ist seit März Mitglied.
möbelfertigung: Was war der Anstoß für die Gründung von IgeL?
Martin Stosch: Seit etwa 2003 arbeiten zahlreiche Firmen der Zulieferindustrie wie des Maschinen- und Anlagenbaus mit hoher Intensität und großer Kreativität am Thema des Möbelleichtbaus. Viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten ihren Beitrag, größtenteils in Kooperation mit einzelnen Industriepartnern. Dabei bleiben einige Schnittstellenprobleme der neuen Technologie wie notwendige Normung, Verankerung des Konstruktionswissens in der grundständigen Berufsausbildung etc. leider häufig im Hintergrund, was schließlich die Gesamtentwicklung begrenzen würde. Genau hier setzt IgeL als vorwettbewerblicher Zusammenschluss aller Interessierten aus Industriepraxis wie Wissenschaft in Zukunft an.
möbelfertigung: Wie sind erste Reaktionen aus der Branche?
Martin Stosch: Die Reaktionen aus allen Teilen der Branche sind überwältigend positiv. Das Interesse an der Mitgliedschaft und die Kooperationsbereitschaft der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ist beeindruckend. Selbst Fachverlage und Messegesellschaften sind mit an Bord.

Den vollständigen Artikel finden Sie
in der aktuellen Ausgabe der „möbelfertigung“.