Interprint: Im Wettbewerb mit „iPod“ & Co.


Die Druckindustrie ist in Bewegung. Immer mehr Technologien bestimmen die Branche, die Internationalisierung nimmt zu, ebenso die Unsicherheit bei den Abnehmern. Die Kunden wollen Konzepte statt „nur“ gute Dekore. Hier setzt Interprint mit neuen Ideen an und möchte zusammen mit seinen
Kunden eigene Trends jenseits des Mainstream generieren.
Die möbelfertigung sprach in der Arnsberger Firmenzentrale mit den Verantwortlichen über Trends, Kundenansprache und die Entwicklungen globaler Märkte.
möbelfertigung: Interprint hat sich auf die Fahnen geschrieben, seinen Kunden mehr zu bieten, als „nur“ gute Dekore. Sie wollen Impulse geben. Was gab dazu den Anlass?
Salvatore Figliuzzi: In der Möbelbranche wird das Thema Kundenansprache und Produktphilosophie viel zu wenig besetzt. Hier wollen wir unseren Kunden neue Wege zeigen und haben daher Konzepte entwickelt, die wir nicht nur mit unseren Kunden, sondern auch anderen Interessenten diskutieren.
möbelfertigung: Und Sie hoffen, dass die Interessenten auch Kunden werden.
Salvatore Figliuzzi: Natürlich. Aber wir sprechen auch mit den indirekten Kunden, also dem Möbelhersteller oder Innenarchitekten. Wir wenden uns auch an Schulen und Universitäten, um die Themen nicht aus Umfragen, sondern Emotionen zu ziehen. Daraus entwickeln wir zielgerichtet die richtigen Dekore.
möbelfertigung: Wie häufig sprechen Sie mit Leuten aus der Möbelindustrie?
Salvatore Figliuzzi: Inzwischen sehr oft. Denn der indirekte Kunde möchte andere Themen besetzen als der direkte, wodurch auch unser Unternehmen neue Impulse bekommt.
möbelfertigung: Welches Ziel hat Interprint vor diesem Hintergrund vor Augen?
Salvatore Figliuzzi: Wir möchten neben den großen Trendrichtungen zusammen mit den Kunden weitere individuelle Trends generieren, quasi das Besondere schaffen, mit dem man sich differenzieren kann. Dafür benötigen Sie über das Dekor hinaus eine dazugehörige Philosophie.
Das sieht man auch in der Mode, in der IT- oder der Kommunikationstechnologie. Diese Branchen entwickeln ihre eigenen Themen, die bis zur nächsten Saison aktuell sind und dann kommt etwas Neues. Dadurch sind diese Branchen sehr am Puls der Zeit, bzw. geben den Pulsschlag sogar vor.
möbelfertigung: Also „iPod“& Co. als Vorbilder für die Möbelbranche?
Salvatore Figliuzzi: Nicht nur das. Sie sind auch unsere wahren Konkurrenten, halt die, die den Konsumenten das Geld aus der Tasche ziehen. Unser Konkurrenzprodukt ist nicht unbedingt das Dekor eines Mitbewerbers, sondern z.B. ein iPod.
So gehört Apple zu den Unternehmen, denen es gelingt, junge Menschen anzusprechen. Die Möbelindustrie schafft das allzu oft nicht. Da wird geglaubt, dass man junge Käufer anspricht, indem in der Ausstellung ein Papp-Mac auf das Möbel gestellt wird. Hier werden die Ansprüche der Konsumenten völlig unterschätzt.
Und: Es sind schon andere „unangesagte“ Produkte gehypt worden. Möbel laufen ja ganz gut. Doch man kann da die Ansprache noch viel spannender machen.
Holger Dzeia: Und gerade die Möbelhändler müssen nicht weit schauen, um zu sehen, wie es jemand richtig macht. Es hat schon seinen Grund, warum ein IKEA weltweit einsam an der Spitze steht.

Den vollständigen Artikel finden Sie
in der aktuellen Ausgabe der „möbelfertigung“.