Eco-Welding: Vibration für feste Verbindungen


Zwar ist Holz ein natürlicher Werkstoff und gilt auch bei Ökologen und Allergieforschern immer noch als optimaler Werkstoff für Möbel, dennoch: im Laufe der Verarbeitung ging es bisher nicht ohne Lösungsmittel und Leim. Mehr als drei Millionen Tonnen synthetischer Holzklebstoffe laufen in Europa jährlich durch die Holzmöbel- bzw. Verabeitungs-Werke. Das muss nicht sein, denn es gibt Alternativen, die inzwischen durchaus "Produktionsreife " vorweisen können. Wie z.B. das Holzschweißen. Meint: Holz mit Holz zu verbinden ohne zusätzlichen Leim oder andere Stoffe. Die Berner Fachhochschule, Architektur, Bau und Holz forscht bereits seit 1993 intensiv an diesem hochinteressanten Thema und wurde für ihre Forschungsergebnisse zur Holzschweiß-Technologie mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2005 den Schweighofer-Preis für Innovation in der Kategorie Holztechnologie. Denn: kurze Prozesszeiten, hohe Umweltverträglichkeit und geringe Kosten machen das sogenannte Holzschweißen auch für die Zuliefer- und Möbelindustrie spannend. Die Schweizer Forscher haben das Verfahren zum Klebstoff-freien Verbinden von Massivholz inzwischen in Teilbereichen zur Serienreife gebracht. Um diesen Gedanken auch als Nicht-Techniker zu verstehen, ist folgender Gedanke Voraussetzung: die Wissenschaftler verstehen Holz nicht nur als feste Baum-Substanz, sondern auch als einen chemischen Rohstoff, ein makromolekulares Material.
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